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erstellt von: krawatten, am 21.01.2011 16:24 , Clicks: 1568

Vom Siegeszug der Firmenkleidung

Einheitlich ohne Uniform

Es gibt Situationen, in denen ein einheitliches Auftreten gar nicht hoch genug zu bewerten ist. Nicht umsonst ist die Uniform zum Beispiel fest mit dem militärischen Sektor verwachsen. Der ursprüngliche Sinn dieser einheitlichen Kleidung ist geradezu primitiv. Nicht um Repräsentation geht es, auch wenn manche Galauniformen etwas anders nahe legen, auch nicht immer um besonders praktische Kleidung. Sondern einfach darum, von weitem Feind und Freund auseinanderhalten zu können. Im Zeitalter der Massenheere waren Uniformen deshalb meist nicht wie heute in unauffälligen Tarnfarben gestaltet, sondern leuchtend rot, blau oder weiß.

Auch ansonsten signalisiert eine einheitliche Kleidung in erster Linie eines: die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Unternehmen setzten auf diese Form der Identifikation und treten oft bei Messeauftritten mit einheitlicher Garderobe auf. Das soll zum einen die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen fördern, zum anderen dem Kunden ein geschlossenes Bild vermitteln. Vor allem aber, und das weiß jeder zu schätzen, der sich einmal auf einer Messe bewegt hat, zeigt es einem auf Anhieb, welcher Ansprechpartner für welchen Stand und welche Firma zuständig ist. Gerade in Branchen, in denen eine seriöse Geschäftskleidung, sprich: dunkelgrauer Anzug, unerlässlich ist, bietet so eine leuchtende Krawatte in Firmenfarbe eine willkommene Möglichkeit, Profil zu zeigen. Das gilt vor allem dann, wenn die Damen ebenfalls mit passenden Halstüchern oder Damenkrawatten ausstaffiert sind. Noch enormer wirkt diese „Uniform“, wenn die Krawatte ein Logo des jeweiligen Unternehmens ziert. Ein passendes Einstecktuch gibt dem Outfit den nötigen Pfiff.

Die meisten Firmen legen heutzutage großen Wert auf eine Corporate Identity, die das Bild der Firma in der Öffentlichkeit bestimmt. Sie kommt in allem zum Ausdruck: in Kleidung, Briefkopf, Firmenschildern, aber auch in den Arbeitskulturen innerhalb eines Unternehmens. Manche Firmenfarben sind inzwischen legendär, wie zum Beispiel das berühmte Magenta der Telekom oder das ungewöhnliche Türkis von Siemens. Relativ neu ist hingegen der Trend, diese Farben auch in der Kleidung der Mitarbeiter zum Ausdruck zu bringen.

Was im „Big Business“ noch gewöhnungsbedürftig wirkt, ist im Servicebereich längst Normalität, auch wenn die meisten Fastfoodketten inzwischen von Hemd und Krawatte wieder zum einfacheren Poloshirt übergehen. Gerade in Sektoren, wo ohnehin Berufskleidung getragen wird, ist diese meist als Werbebotschaft gestaltet. Manchmal lassen sich anhand der Kleidung sogar subtile Unterschiede in den Hierarchien wahrnehmen. So lässt sich manchmal die Funktion innerhalb eines Fastfoodunternehmens anhand der Shirtfarbe bestimmen, und eine große Möbelhauskette kennzeichnet einzelne Funktionsbereiche und Unternehmenssegmente mit verschiedenen Polos.


Auch in der Gastronomie geht nichts mehr ohne Corporate Clothing. Dort hat selbst die Damenkrawatte in den letzten Jahren einen unvergleichlichen Siegeszug hingelegt.



Und doch: eine Firmenkrawatte ist eine gute Möglichkeit, das Unternehmen in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Denn schon lange müssen solche Binder nicht mehr aussehen wie Plastikkostüme. Elegante Seidenkrawatten mit Firmenlogo, vielleicht mit dezenten Businessstreifen, wirken ausgesprochen gesetzt.

Leider ist es extrem aufwändig, eine Krawatte zu besticken, denn sie verzieht sich dabei. Man müsste sie dazu auftrennen, den Oberstoff sehr vorsichtig besticken und sie anschließend wieder zusammennähen, dabei noch riskieren, dass hinterher das Futter nicht mehr richtig sitzt.

Das ist bei größeren Stückzahlen natürlich nicht das Problem. Denn ein eingewebtes Logo sieht mindestens genau so edel aus und ist für die meisten Motive sogar die deutlich bessere Wahl. Bei kleineren Mengen bieten Methoden wie Flockdruck gute Resultate und sind zudem deutlich günstiger.


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