Business-Krawatten

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erstellt von: krawatten, am 04.03.2011 11:59 , Clicks: 1721

Gut gekleidet unterwegs

Ihr Outfit ist entscheidend.

Den ganzen Tag sitzen Sie im Flugzeug, schlürfen Kaffee und warten auf gute Verhandlungen. Und wundern sich dann, wenn am Ende des Tages Ihr Anzug aussieht, als hätten Sie darin geschlafen. Gut, haben Sie auch, aber ansehen darf man es Ihnen nicht.

 

Es kann sich lohnen, mal wieder einen Ausflug zum nächsten Flughafen zu machen. Setzen Sie sich, bestellen sich an der Flughafenbar einen Kaffee und ein Croissant, und beobachten Sie die ankommenden Fluggäste. Oft sieht man den Leuten an, woher sie gerade kommen. Da lässt manchmal ein besonders schlanker Anzugschnitt italienischen Einfluss vermuten. Osteuropäer setzen oft eher auf bekannte Marken statt Bespoke. Ein leicht unförmiges Sakko lässt deutsche Schneider vermuten, eine schlanke Silhouette italienische.

 

Manche dieser internationalen Geschäftsreisenden sehen irgendwie gepflegter aus als andere. Und das, obwohl sie gerade einen Interkontinentalflug hinter sich haben. Wie kommt das?

 

Nun, wer viel unterwegs ist, stellt andere Anforderungen an seine Garderobe. Und was zu Hause im Büro eine perfekte Figur macht, ist schnell nicht mehr optimal, wenn Sie eine Nacht in der Abflughalle verbracht haben.

 

Der Schlüssel liegt im Material. Eine leichte Schurwollqualität kann hervorragend elegant aussehen. Sie neigt aber zum Knittern. Und das macht, wenn Sie Pech haben, ihr ganzes schönes Business-Styling zunichte. Ähnliches gilt für hochwertige Baumwollhemden und allzu empfindliche Seidenkrawatten. Offenbar gelten beim Reisen andere Anforderungen als vor dem heimischen Kleiderschrank.

 

Im Kaufhaus und bei manchen Herrenausstattern finden Sie spezielle Reiseanzüge. Im eklatanten Widerspruch zu allem, was Sie über Qualität von Anzugstoffen wissen, haben sie meistens Beimischungen aus Kunstfaser. Diese sollen ein Zerknittern verhindern oder Verschmutzungen verringern. Dazu sind sie meist relativ leicht. Auch bei Hemden ist ausnahmsweise ein kleiner Kunstfaseranteil nicht verkehrt, wenn er dafür sorgt, dass das Hemd weniger knittert. Aber nicht zu viel Chemie, sonst schwitzen Sie geradezu unmenschlich.

 

Zudem sollten Sie, wenn Sie viel international unterwegs sind, auf auffällige Schnitte verzichten. Ein nach typisch deutschem Schnitt gefertigtes Sakko wird im Rest der Welt oft als zu weit wahrgenommen. Körperbetonte Schnitte wirken überall außer in Italien unprofessionell. Und die großen Designerschriftzüge? Schweigen wir von etwas anderem. Am besten sind Sie hier mit einem schlichten, neutralen Schnitt beraten – üblicherweise dunkelgrau oder notfalls noch dunkelblau. Und zweiteilig. Aus irgendeinem Grund ist die Weste in der internationalen Businessmode nicht sehr beliebt.

 

Auch bei Krawatten sollten Sie hier ein paar Zugeständnisse machen. Dunkle Krawatten werden weniger schnell dreckig als helle. Muster sehen länger sauber aus als einfarbige Binder. Und haben Sie immer, ich wiederhole, immer, eine Reservekrawatte dabei. Denn ein Kaffeefleck ist schnell passiert. Auch ein Satz Reserve-Manschettenknöpfe im Kulturbeutel hat schon so manchem eine Blamage erspart.

 

Am besten für Ihren gute Geschäftsanzug ist natürlich, wenn Sie ihn nicht die ganze Reise über anhaben. Transportieren Sie ihn besser in einem geräumigen Kleidersack. Anbieter hochwertiger Taschen und Koffer haben inzwischen recht elegante Modelle im Sortiment. Auch darin sollte der Anzug auf einem vernünftigen Kleiderbügel hängen, nicht auf den Draht- oder Kunststoffhängern, die üblicherweise mit solchen Taschen geliefert werden. Am Zielort angekommen, nehmen Sie das gute Stück zügig heraus und hängen es auf.






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