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Es ist noch nicht lange her, da musste Man(n) sich keine Gedanken um seinen Kleiderschrank machen. Man ging im Anzug zur Arbeit und musste höchstens noch die Farbe der Krawatte mit dem Farbton des Einstecktuchs abstimmen. Im Zeitalter des Business Casual ist die Situation unübersichtlicher geworden. An Stelle der Furcht, gegen Kleidungskonventionen zu verstoßen, ist die Angst getreten, overdressed zu sein. Und während der eine einfach seine gestreifte Krawatte weglässt und sich damit schon nicht mehr angezogen fühlt, findet der andere ein Freizeithemd schon zu förmlich.
Andererseits: auch wenn T-Shirts mittlerweile im Freizeitbereich längst ihren festen Platz erobert haben, sind sie im Business immer noch vielen ein Dorn im Auge. Denn im Beruf möchten Sie vor allem eines: professionell wirken. Dazu gehört nach vorherrschender Meinung nun mal ein Kragen. Und dies auch im Hochsommer draußen oder im Winter im überheizten Büro.
Nun, neu ist dieser Zwiespalt nicht. Bereits in den 30'er Jahren kam die Innovation aus dem Tennissport. Traditionell wurde dort im langärmeligen Hemd gespielt. Dass dieses zu sportlicher Betätigung nur eingeschränkt geeignet war, lag auf der Hand. Der Tennisspieler René Lacoste war die schweißtreibende Bekleidung leid und ließ angelehnt an die klassischen Hemden, die bei Polospielen getragen wurden ein kurzärmeliges Sporthemd aus Piquéstoff fertigen. Durch seine grobe Struktur hatte es eine optimale Belüftung und wurde binnen weniger Jahre zum absoluten Verkaufsschlager. Lacoste, der zu aktiven Sportlerzeiten den Spitznamen das Krokodil trug, machte das gestickte Krokodil zu seinem Markenzeichen, das seitdem die Shirts seiner Traditionsmarke ziert. Andere Modemacher nahmen den neuen Trend bald auf.
Dieses informelle Kleidungsstück hat dem T-Shirt eines voraus: es hat einen Kragen. Damit wirkt es als optimaler Kompromiss zwischen dem klassischen Hemd und dem T-Shirt. Zudem ist ein Shirt aus Baumwollpiqué praktisch bügelfrei und trocknet schnell. Hervorragend sieht es zu einem Sportsakko aus.
Auch im Bereich der Berufskleidung hat sich das Polohemd durchgesetzt. Ob Fast Food, Autowerkstatt oder Promotionstand, im Servicebereich geht inzwischen nichts mehr ohne Polo.
Inzwischen werden auch leichte Pullover mit Polo-Kragen hergestellt. Diese kann man sogar ohne weiteres mit einem Hemd kombinieren und so ein wenig förmlicher machen. Selbst eine Krawatte unter einem solchen Polo-Überzieher ist dann kein Stilbruch mehr. Besser noch: ersetzen Sie die Krawatte durch einen locker gebundenen Krawattenschal und zeigen so, dass Sie auch jenseits der Konvention ein Gefühl für Mode und Stil haben.
Nur eines machen Sie bitte nicht. Binden sie nie eine Krawatte um einen Polokragen. Das Resultat wäre eine schlecht sitzende Krawatte unter einem noch schlechter sitzenden Kragen.
Dresscode im kreativen Umfeld
Dresscode bei festlichen Anlässen
Richtige Kombination aus Anzug, Hemd und Krawatte
Kleidungsempfehlungen für den kleinen Mann
Kleidungsempfehlungen für den dünnen Mann